Die Frage klingt einfach: „Ich möchte, dass bei meinen Mitarbeitenden 200 € mehr netto ankommen." Der Weg dorthin ist es nicht — jedenfalls nicht über die klassische Gehaltserhöhung.

Denn zwischen Brutto und Netto liegen Lohnsteuer und Sozialabgaben. Um 200 € netto zusätzlich auszuzahlen, muss der Bruttolohn deutlich stärker steigen, und auf diesen höheren Bruttolohn zahlt auch der Arbeitgeber seinen Anteil. Der Aufwand vervielfacht sich, während beim Mitarbeitenden nur ein Bruchteil ankommt.

Steuerfreie und steuerbegünstigte Benefits drehen dieses Verhältnis. Sachbezug, Essenszuschuss, Jobticket, Internet- oder Kita-Zuschuss kommen ganz oder größtenteils netto an — bei geringerem Aufwand für das Unternehmen. Aus demselben Budget entsteht spürbar mehr Wert.

Wichtig ist, Benefits nicht einzeln zu sammeln, sondern als System aufzubauen: passend zur Belegschaft, sauber abgerechnet und für alle sichtbar. Genau dann werden sie zum Argument im Recruiting und in der Bindung.

Die genannten Werte sind modellhaft. Höchstgrenzen und steuerliche Behandlung sind im Einzelfall zu prüfen.